Beiträge zur Zukunft

Chancenlos?

Mai 14, 2018 6:45 pm

Die Trauer, die Hoffnungslosigkeit und die Bestürzung sitzen bei mir jedes Mal wirklich tief, wenn ich nach einem zweitägigen „Sozial-Training“ an einer Schule – Volksschule, NMS, Gymnasium, Fachschule … – wieder ein, oft sogar zwei Opfer entdecken und Mobbing | Cybermobbing beenden konnte.

Auch wenn ich den Opfern helfen kann, auch wenn den Opfern Erleichterung ins Gesicht geschrieben ist, auch wenn nach vielen Tränen in der Klasse eine fühlbare Aufbruchsstimmung für die Zukunft spürbar ist und auch wenn die PädagogInnen und die betroffenen Eltern sich überschwänglich für die Hilfe bedanken, Tatsache ist, zumindest ein Kind, ein Jugendlicher war schon jahrelang Opfer von Mobbing | Cybermobbing.

Jahrelang – auch schon im Kindergarten – intensives Opfer von Beschimpfungen, Beleidigungen, sozialem Ausschluss, körperlichen Attacken bis zu Verletzungen, Verleumdungen, Diskriminierung uvm.

Die ehrlichen Aussagen und Angaben der Kinder und Jugendlichen, die ich auf einem, manchmal auch auf zwei Flipcharts mitprotokolliere zeigen von massiven seelischen, geistigen und körperlichen Angriffen und Verletzungen einzelner Kinder und Jugendlicher.

Die Frage dich ich mir täglich stelle ist, wann endlich bekommen diese tausenden Kinder und Jugendlichen als Schüler oder als Lehrlinge, aber auch die Eltern und PädagogInnen – im Grunde genommen alles Opfer unserer Zeit – eine professionelle, wirksame und nachhaltige Unterstützung?

Gesellschaftliche Veränderungen und damit die Reduktion von Opfern, Leid und Ohnmacht sind nur durch Prävention zu erreichen.

Nach über 30jährigem Präventions-Einsatz und nach fast 20jährigem ehrenamtlichen Engagement für die Menschen vor Ort, bleibt meine Energie für die Kinder und Jugendlichen, aber auch für die Eltern, PädagogInnen und MultiplikatorInnen ungebrochen.

 

 

Worte und Taten können Leben beenden!

Worte und Taten können Leben retten!

 

Lassen Sie Angst nicht lauter sprechen als Liebe

und unterstützen Sie die Kinder und Jugendlichen,

damit die Träume einer lebenswerten Zukunft wahr werden!

 

 

Günther Ebenschweiger
Präsident und Geschäftsführer

T: +43-676-4 25 4 25 4
M: info@ebenschweiger.at

W: www.aktivpraeventiv.at | www.aktiv4u.at | www.praeventionskongress.at | www.praeventionspreis.at | www.medienhelden.at | www.beccaria.at

Die hausgemachte Gewalt

Januar 26, 2018 8:03 pm

„Sei stark – Kinder schützen und stärken bei häuslicher Gewalt“ ist ein Projekt des Clubs Soroptimist International Fürstenfeld AquVin mit Aufklärung, Prävention, Intervention und Vernetzung.

Ich danke den Soroptimistinnen und auch den Eltern, Schulen, Kindern und SponsorInnen für die finanzielle und ideelle Unterstützung und für die Teilnahmen an diesem Mehrebenen und -phasen-Projekt, d.h. PädagogInnen- und Eltern-Schulung, Schüler-Workshops, Kindersprechstunde und Vernetzung mit Fachstellen.

Sackgasse
Häusliche Gewalt zählt mit sexualisierter Gewalt und damit mit Traumatisierung, Abhängigkeit, Schweigen, Isolation, Scham, Ohnmacht, Schuld, Ausgeliefertsein, Angst … heute zu den Gewaltformen mit hohen Fallzahlen und Dunkelfeldzahlen und ist trotzdem in einer hausgemachten Sackgasse angekommen.

Dabei begann in Österreich mit der Schaffung des Sicherheitspolizeigesetzes – §§ 38a ff – vor über 20 Jahren alles wunschgemäß!

Nach diesem ersten folgten aber bis heute keine weiteren wichtigen Schritte; beispielsweise primärpräventive Ansätze, eine gemeinsame gesellschaftliche Haltung zur Gewalt, niedrigschwellige Ansprech- und Beratungsstellen, Wahrnehmung der Kinder, auch wenn sie „nur“ mittelbar als Zeugen durch Gewalt betroffen sind, interdisziplinäre Zugänge für die Vorbeugung und den Schutz der Familien, gemeinsame Kampagnen und Interventionsansätze …; denn der wichtigste Risikofaktor, um wieder Opfer oder Täter zu werden ist – schon einmal Opfer gewesen zu sein (Weitergabe-Muster an die nächste Generation)!

Was brauchst aus meiner Sicht?

Liebe Leserin, lieber Leser!
Persönlich empfinde ich Bestürzung und auch Trauer für die tausenden kindlichen und erwachsenen Opfer beim Thema „häusliche Gewalt“ und Gewaltphänomen Nr. 1 in unserer Gesellschaft.

Im Grunde Fassungslosigkeit, weil ich unsere „lahme“ Haltung zur Gewalt generell und in Partnerschaften, das aktive und plakative Leben der Geschlechterrollen im Kontext Gewalt, die starre Zuweisung als Opfer und Täter (Frau und Mann), die Annahme mit „Reparatur“ werden wir die zukünftige Gewalt reduzieren, das Durchführen von millionenschweren Kampagnen ohne die gesellschaftlichen Realitäten zu berücksichtigen, das „den Kopf in den Sand stecken, anstatt zu handeln“ uvm. nicht verstehen kann und will!

Meine Wünsche!

Um Opfer zu reduzieren und Opfern zu helfen wäre mir wichtig

  1. ein neues Verständnis für Gewalt-Prävention z.B. in Schulen, als Partner der Intervention, weil wir damit mit einem professionellen Mehrebenen und -phasenmodell heutige und zukünftige Generationen davor bewahren können, Opfer und | oder TäterInnen zu werden;
  2. Förderungen für (primäre) Prävention derzeit zusätzlich zu den Interventionsansätzen, weil es ein paar Jahre dauern wird, die Gewalt in der Gesellschaft zu thematisieren und die Opfer zu reduzieren;
  3. ein neues Verständnis und neue Kooperationen für mediale Unterstützung;
  4. eine gesellschaftliche Haltung zu (häuslicher) Gewalt; Gewalt ist nicht tolerierbar, ist nicht zu akzeptieren und durch nichts zu rechtfertigen. Solange wir darüber diskutieren, ob eine Ohrfeige Gewalt ist oder nicht, solange unterstützen wir damit die Rechtfertigungsstrategien der TäterInnen;
  5. Kampagnen, die beide Geschlechter berücksichtigen! Wenn Frauen als Opfer und Männer als Täter postuliert werden, werden auch in Zukunft Frauen Opfer und Männer Täter bleiben;
  6. weg mit den „triggernden“ Fotos. Wir dürfen uns nicht wundern, wenn selbst in Kampagnen gegen Gewalt nach wie vor Opfer-Fotos verwendet werden; pure Trigger für Opfer und eine Schande für die, die so was trotz besseren Wissens noch einsetzen;
  7. neue Formen von persönlicher Beratung. Die Hemmschwelle für Opfer, sich an jemanden zu wenden, ist riesig. Mitentscheidend ist, die sachliche Aufklärung am besten vor Ort, ohne Druck und das Verständnis für die Situation;
  8. eine akzeptierende gesellschaftliche Haltung zu Opfern und auch TäterInnen. Wenn eine Frau den Mut hat, in ihrem Umfeld jemanden davon zu erzählen, „erntet“ sie vor allem Mitleid, dann folgen die Fragen „warum erst jetzt“ und „warum hast du dir das gefallen lassen und dich nicht gewehrt“ und sehr oft wird ihr nicht geglaubt, wenn sich ein Mann als Opfer „outet“ ist er ein Schwächling, ein Weichei und wird als unmännlich angesehen und wenn sich TäterInnen an die Öffentlichkeit wenden, werden sie als „Monster abgestempelt. „Wer die Wahrheit benennt ist schuldig“ oder nach einem arabischen Zitat „Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd“ sind heute leider mehr als zutreffend.

Es wird von uns allen – ganz besonders aber von den Medien, der Politik und der Wirtschaft – abhängen, ob es das folgenschwere Thema „häusliche Gewalt“ in den Blickpunkt der Gesellschaft schafft oder wir weiterhin „mithelfen“ tausende kindliche und erwachsene Opfer zu „produzieren“ und unsere Zukunft damit nachhaltig zu schädigen!

 

Die Fakten in Stichworten

Aufwachsen im Kontext von Gewalt
Wenn Gewalt und Willkür den Ort, wo Sicherheit und Geborgenheit erlebt werden sollte, beherrscht, können Kinder in ihrem Vertrauen grundlegend erschüttert und in ihrer Entwicklung und Entfaltung massiv beeinträchtigt werden. (Strasser 2006)

„Gesicherte“ Aussagen zur Epidemiologie
Die Dimensionen von Kindesmisshandlung sind enorm, multiple Viktimisierung ist eher die Regel, Vernachlässigung ist dabei die häufigste Form der Misshandlung und Mädchen werden häufiger sexuell missbraucht!

Identität und häusliche Gewalt
Das Selbst- und Miterleben häuslicher Gewalt bedeutet für Kinder eine tiefgreifende emotionale Verunsicherung, die sich in der gesamten Entwicklung der Kinder widerspiegelt!

Folgen für Kinder allgemein
Mindestens 80 Prozent der Kinder erscheinen allein durch Zeugenschaft deutlich belastet, das Risiko psychischer Erkrankungen ist verdreifacht, es gibt mehr internalisierende (stille) als externalisierende (laute) Störungen und das Risiko für eine akute Belastungsstörung, bis zu Traumatisierung (PTSD) und Traumafolgestörungen ist hoch!

Formen des Miterlebens häuslicher Gewalt
Die Anwesenheit im Raum während der Gewalttätigkeit, das Erleben der Aus- und Nachwirkungen der Gewalt in Form von Verletzungen oder Verzweiflung der Mutter, die Instrumentalisierung der Kinder als Druckmittel gegenüber der Mutter als Mittel der Gewalt und das Miterleben der emotionalen und psychischen Misshandlung der Mutter in Form von Demütigung, Kontrolle und Verachtung!

Spannungsfelder der Kinder
Die Kinder sind auf sich allein gestellt, da die Eltern vom Konflikt absorbiert sind, sie versuchen die Gewalt zu verhindern; räumen auf; versorgen die Wunden, sorgen sich um (jüngere) Geschwister, sind isoliert, „wahren“ das Familiengeheimnisses und haben entsprechende Loyalitätskonflikte!

Gewaltopfer sind …
… extrem misstrauisch und ängstlich, haben kein Selbstvertrauen, ohnmächtig, meist ausgeprägte psychische Symptome (Schlaflosigkeit, Albträume, innere Unruhe, Depressivität, Ängstlichkeit, Schwierigkeiten im Sozialkontakt …) und oft Schmerzen (Rücken, Kopf)!

Ohne Resonanz in Beziehungen gibt es keine normale Entwicklung, kein Gefühl für und keine Vorstellung von Sicherheit!

Bilanz:
Insgesamt lassen sich die Kosten für häusliche Gewalt relativ präzise schätzen. Man gelangt so zu Kosten von rund 200 Millionen Euro pro Jahr.

 

Günther Ebenschweiger
Präsident und Geschäftsführer

Österreichs Schande: Das bewusst produzierte Opfer!

Dezember 1, 2017 9:06 pm

Liebe Leserin, lieber Leser!

Die Entwicklung Österreichs berührt und bewegt mich. Umso mehr, als wir als Gesellschaft bewusst immer mehr Opfer „produzieren“ und ich mir wünsche, dass EntscheidungsträgerInnen endlich ihre Verantwortung wahrnehmen und einen Perspektivenwechsel einleiten.

Drei Beispiele meiner Arbeit aus dem heurigen Schuljahr!

Beispiel 1:
Schule, Klasse, SchülerInnen 13 Jahre, Thema: systemische Cybermobbing-Intervention. Bei der Vorstellungsrunde mit Namen und Hobbys erfahre ich, dass alle Buben Fußball und alle Mädchen Shoppen als Hobbys haben. Auf die Frage „Was stört mich in der Klasse?“ antwortet ein Viertel der SchülerInnen „andere SchülerInnen wollen gar nichts (mehr) lernen!“. Wir – zwei PädagogInnen, eine Sozialarbeiterin und ich – sind zu viert in der Klasse, um „unterrichten“ zu können. Das massive Opfer ist ein Kind (Jugendlicher) mit Förderbedarf!

Beispiel 2:
Schule, Klasse, SchülerInnen 14 Jahre, Thema: systemische Cybermobbing-Intervention. Die Vermutung des Klassenvorstandes bewahrheitet sich. Das massive Opfer, männlich, wird wegen seiner Religion (Muslim), seiner Herkunft und seiner Sprache seit vier Jahren gemobbt, muss z.B. Arbeiten, wie Getränke holen verrichten und ist von der Gemeinschaft ausgeschlossen.

Beispiel 3:
Schule, Klasse, SchülerInnen 10 Jahre, Thema: „Sei stark – Kinder schützen und stärken bei häuslicher Gewalt“, ein vom Soroptimist International Club Fürstenfeld AquVin angebotenes Präventionsprogramm. Über eine Bildgeschichte erfahre ich, was Kinder zuhause mitmachen. Sie und Frauen als Mütter werden von unserer Gesellschaft übersehen – das Tabu „sexualisierte | häusliche | Mobbing als Gewalt“ steht weit über dem Opferschutz – und, wie die letzten Tage durch #meToo und im Sport zeigen: „Wer die Wahrheit benennt, ist schuldig!“

Österreichs Schande ist einzigartig in Europa, weil andere Staaten schon längst millionenschwere und professionelle Maßnahmen zur Primärprävention gegen sexualisierte und häusliche Gewalt, für (Cyber-)Mobbing-Prävention und -Intervention und für Radikalisierungsprävention ergriffen haben.

(Cyber-)Mobbing
Dieses Gewaltphänomen tritt im Zwangskontext, wie z.B. in Klassen, aber auch in Abteilungen, Firmen usw. auf und „braucht“ immer ein Machtungleichgewicht (Opfer ist hilflos und kann sich nicht wehren). MobberInnen werden vor allem Kinder | Jugendliche, die durch eine zu geringe Bindung in der Familie, durch zu wenig menschlicher Bedürfnisse (Liebe, Trost, Zeit, Lob, Verständnis, Achtsamkeit …), durch eine zu strenge oder gar keine Erziehung, durch fehlende Empathie ua. zu GewalttäterInnen in Schulen werden.

Häusliche Gewalt
Häusliche Gewalt zählt wie sexualisierte Gewalt zu den Gewalthandlungen mit den höchsten Opferzahlen. Vor allem im Dunkelfeld, weil „Wer die Wahrheit benennt, ist schuldig!“ wird, wie die letzten Tage zeigen, als Opfer brutal in die Öffentlichkeit gezerrt. Mediale „Ereignisorientiertheit“ steht ganz hoch im Kurs und ganz viel höher vor der „Lösungsorientiertheit“; auch hier ein absolutes Machtungleichgewicht!

Was lernen Opfer daraus?
Wenn ich nach vierzig Jahren den Mut habe, über sexualisierte und | oder häusliche Gewalt, (Cyber-)Mobbing oder über ein mir sonst erlittenes Unrecht zu reden, werde ich nochmals zum Opfer; wir nennen das Sekundärviktimisierung.

Fragen und Aussagen wie „Warum erst jetzt und nicht schon früher?“, „Wer weiß, ob das überhaupt stimmt?“, „Vielleicht hat das Opfer noch eine Rechnung mit irgend jemand offen?“, „Das kann nach so viel Jahren ja jeder behaupten!“, „Damals hat das sicherlich der Karriere geholfen!“, „So schlimm kann das nicht gewesen sein, wenn das Opfer erst jetzt an die Öffentlichkeit geht!“ und viele andere „persönliche Meinungen“ signalisieren vor allem Kinder, Jugendlichen und Frauen als Opfer, besser „den Mund zu halten“, als sich Hilfe zu suchen.

Auch hier das gleiche Bild! Es gibt vorwiegend für erwachsene Opfer Hilfe, aber – und das ist Österreichs Schande – erst nachdem man Opfer geworden ist.

Das heißt konkret, wir erlauben in Österreich jugendlichen (männlich und weiblich) und erwachsenen Gewalttätern (vorwiegend männlich) bewusst Opfer zu produzieren und bieten erst dann als Gesellschaft Hilfe an.

Eine große Schande, wenn man bedenkt, der höchste Risikofaktor um erwachsenes Opfer oder TäterIn zu werden ist, schon einmal als Kind, als Jugendlicher Zeuge von Gewalt oder Opfer von Gewalt gewesen zu sein.

Eine große Schande, weil uns in Österreich eine gemeinsame Haltung gegen Gewalt fehlt. Wenn immer es Kampagnen gibt, gibt es einen Schuldigen – den Mann – und die Reaktionen kennen wir ja, niemand will ein Schuldiger sein – also Abwehr statt Haltung, also weiter Gewalt statt Lösung, also weiter Intervention statt (und) Prävention.

Daher ist auch die Dunkel- und Opferziffer in Österreich so hoch und trotzdem ist – zumindest bis heute – niemand auf politischer Bundesebene verantwortlich dafür; Zuständigkeiten gehen vor Verantwortlichkeiten!

Ich würde mir daher wünschen, dass – am Beispiel Schule – nicht nur über Noten diskutiert wird, sondern darüber, wie wir die PädagogInnen, die Eltern und somit die SchülerInnen stärken können, um Opfer erst gar nicht entstehen zu lassen.

Das bedeutet, mehr Zusammenarbeit zwischen Eltern, SchülerInnen und PädagogInnen, mehr Vernetzung (persönlich und institutionell) zwischen allen PartnerInnen aus den Gesundheits-, Sozial-, Jugend- und Sicherheitsbereichen, das bedeutet aber auch mehr Offenheit, mehr Selbstdisziplin (oder besser Selbstreflexion) und weniger Schuldzuweisungen an andere Personen oder Institutionen.

Ich würde mich daher wünsche, dass – an den Beispielen sexualisierte und häusliche Gewalt, (Cyber)Mobbing und Extremismus – zusätzlich zu den unverzichtbaren Interventions- bzw. Deradikalisierungsangeboten, rasch primärpräventive Maßnahmen auf allen Ebenen interdisziplinär und multidimensional flächendeckend und mit einer dauerhaften Finanzierung über das Bundeskanzleramt gestartet werden.

Sexualisierte und häusliche Gewalt, aber auch (Cyber-)Mobbing und Extremismus sind Phänomene, die Kinder, Jugendliche und Familie, Bildung, Soziales, Gesundheit, Migration und Sicherheit betreffen und daher aus meiner Sicht, nur über den Bundeskanzler und somit ohne weitere Hierarchieebenen zu bewältigen sind.

Wenn – wie bisher – diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe wieder auf die einzelnen Ministerien aufgeteilt wird (das nennt sich dann Verantwortungsdiffusion), sehe ich allerdings schwarz für die Zukunft hunderttausender noch Nicht-Opfer und Opfer in Österreich.

Günther Ebenschweiger
Präsident und Geschäftsführer

www.aktivpraeventiv.at
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www.beccaria.at
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